Die Amnesty-AG und die Schulsozialarbeit am Ellenrieder-Gymnasium nahmen die Internationalen Wochen gegen Rassismus zum Anlass, eine einmalige Aktion zu organisieren, die Information, Reflexion und gemeinschaftliches Engagement miteinander verband.
Ein zentrales Element der Aktion war die Verteilung von insgesamt 600 Schokoküssen an die Schülerschaft. Diese symbolische Geste sollte nicht nur Freude bereiten, sondern auch zum Nachdenken anregen: Sprache verändert sich – und mit ihr unser Bewusstsein für respektvollen Umgang miteinander.
Begleitet wurde die Aktion von einer Ausstellung, die sich intensiv mit dem Thema Rassismus auseinandersetzte. Dabei wurde unter anderem erklärt, warum bestimmte Begriffe wie das sogenannte „N-Wort“ heute nicht mehr verwendet werden sollten. Darüber hinaus erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in verschiedene Formen von Rassismus sowie in das Konzept des Alltagsrassismus – also Diskriminierung, die oft unbewusst und im täglichen Leben geschieht.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil waren interaktive Umfragen, die zum Mitdenken einluden. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Meinung zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen äußern, etwa zu stereotypen Fasnachtskostümen oder dazu, ob ältere Texte in Kinderbüchern, die heute als rassistisch gelten, überarbeitet werden sollten. Diese Beteiligung förderte den offenen Austausch und zeigte, wie vielfältig die Perspektiven innerhalb der Schulgemeinschaft sind.
Am Ende der Ausstellung stand ein gemeinsames Zeichen: Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, mit ihrer Unterschrift zu bekräftigen, dass sie Rassismus am Ellenrieder-Gymnasium nicht dulden. Gleichzeitig bekannten sie sich dazu, aktiv für Demokratie, Vielfalt und gegenseitigen Respekt einzustehen.
Die Aktion machte deutlich, wie wichtig es ist, sich auch im Schulalltag mit Themen wie Diskriminierung und gesellschaftlicher Verantwortung auseinanderzusetzen. Durch die gelungene Zusammenarbeit der Amnesty-AG und der Schulsozialarbeit wurde ein nachhaltiger Impuls gesetzt – für mehr Bewusstsein, mehr Dialog und ein starkes Miteinander.





